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Festnahme „Jabhat al-Nusra (JaN)“

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Festnahme eines mutmaßlichen Mitglieds der ausländischen
terroristischen Vereinigung „Jabhat al-Nusra (JaN)“

Karlsruhe (ots) – Aufgrund eines Auslieferungsersuchens der Bundesanwaltschaft
wurde heute am 6. Mai 2021 der deutsche Staatsangehörige Marius A. vom Senegal zum Zwecke der Strafverfolgung an die Bundesrepublik Deutschland
überstellt und bei seiner Einreise am Flughafen Frankfurt am Main festgenommen.
Rechtsgrundlage hierfür ist ein Haftbefehl des Ermittlungsrichters des
Bundesgerichtshofs vom 15. Januar 2020.

Der Beschuldigte ist der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im
Ausland (§ 129a Abs. 1 Nr. 1 StGB, § 129b Abs. 1 Sätze 1 und 2 StGB) dringend
verdächtig.

In dem Haftbefehl wird ihm im Wesentlichen folgender Sachverhalt zur Last
gelegt:

Marius A. war zumindest in der Zeit von Oktober 2013 bis März 2014 Mitglied der
ausländischen terroristischen Vereinigung „Jabhat al-Nusra (JaN)“. Um sich
dieser Organisation anzuschließen, reiste er im Oktober 2013 von Deutschland aus
über die Türkei nach Syrien. Dort ließ er sich in der Nutzung von Schusswaffen
ausbilden und beteiligte sich für die JaN an Kampfhandlungen. Im Januar 2014
nahm der Beschuldigte in der Türkei Gelder entgegen, die dazu dienten, seinen
Aufenthalt bei der JaN oder die terroristischen Aktivitäten der Vereinigung zu
finanzieren.

Der Beschuldigte wurde im September 2020 im Senegal festgenommen und befand sich
dort bis zu seiner Überstellung in die Bundesrepublik Deutschland in
Auslieferungshaft. Der Beschuldigte wird im Laufe des heutigen Tages dem
Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der ihm den Haftbefehl
eröffnen und über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden wird.

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