Das Ende der geschlechtsspezifischen Gewaltlüge: Warum die moderne Kriminologie das Narrativ der männlichen Exklusivtäterschaft wissenschaftlich beerdigen muss
Die Annahme, dass physische und psychische Gewalt ein monokausales, geschlechtsspezifisches Phänomen darstelle, bei dem die Täterrolle exklusiv männlich und die Opferrolle ausschließlich weiblich besetzt sei, hält einer differenzierten wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand. In der modernen Kriminologie und Psychologie wird dieses reduktionistische Narrativ zunehmend durch das Modell der Dyadischen Gewalt oder der Symmetrie der Gewalt abgelöst. […]
